warum wienerwalzer?
wir fuhren dahin auf unseren skates. in gedanken war ich weit weg. ich dachte an meinen großvater, der mir so vieles erzählt hatte. nimm dir ein beispiel an den einfachsten dingen, hatte er oft gesagt, sieh dir doch die himmelskörper an. in nicht durchschaubaren bahnen fliegen sie einander umkreisend durch den raum. scheinbar ohne ziel, bewegt von einer verborgenen kraft, die ein innehalten verwehrt. aber sie bleiben im gleichgewicht, sie sind aneinander gebunden, sie bewegen sich immer weiter. das sollst du erreichen, das ist das ziel. da wurde mir mit einem mal klar, was er gemeint hatte. es war, als hätte ich nichts vergessen, alles war wieder da, der funkelnde staub in den haaren, der immer höher schlagende puls, der geruch der nassen haut, der berauschende gleichschritt im rhythmus, dieses gefühl nicht enden wollender schwerelosigkeit und der klang des walzers. wiener walzer, dachte ich, wir sind wiener walzer. |




